Demo – 02.Februar 2011 – ab 16:30 – Luisenplatz (vor dem Ticket Center)

Liebe Unterstützer der Aktion „Öffnungszeitenänderung der Stadtteilbibliotheken“,

am 02.Februar 2011 findet auf dem Luisenplatz in der Zeit von 16:30 bis 17:15 eine von uns angemeldete Demonstration statt.
Der Treffpunkt ist auf dem Luisenplatz, vor dem Ticket-Center (dessen Eingang natürlich nicht blockiert werden darf).

Im Anschluss werden einige von uns ab 16.45 Uhr in den Sitzungssaal gehen zum Justus Liebig Haus, damit wir unser Anliegen vortragen und Fragen stellen können, sowie die ersten Unterschriftenlisten übergeben werden können.

Änderung des Tagungsortes des Ausschusses für Kultur und Wissenschaft:  Foyer des Justus-Liebig-Hauses“

Bitte unterstützt unser Anliegen mit Plakaten, Flugzetteln damit wir auf das Thema der Kürzung der Öffnungszeiten aufmerksam machen können. Gebt die Information zu dem Termin weiter an Freunde und Bekannte, wir freuen uns auf vielzählige und aktive Teilnahme. Wer uns aktiv unterstützen möchte darf sich gerne per email an uns wenden.

Nachtrag (31.01.2011).
Es gibt mittlerweile eine Fragenliste, die von uns den Stadtverordneten zum Termin zur Verfügung gestellt wird.
Weiterhin erreichen uns interessante Kommentare und Links. Hier z.B. ein Wahlplakat der Darmstädter Piraten Partei.

Wir möchten darauf hinweisen, dass wir auf www.buechereien-bleiben.de keine Partei für eine Partei ergreifen wollen. Die Verlinkung eines Wahlplakates (mit einem für uns interessanten Thema) ist also nicht als Wahlwerbung zu verstehen.

Pressemitteilung vom 10.12.2010 – „Kritik an verkürzten Öffnungszeiten der Stadtteilbibliothek – CDU verurteilt Abstriche des Magistrats in der Bildung“

Uns erreichte eine Pressemitteilung bereits vom 10.12.2010 des Stadtverordneten Ulrich Dächert mit dem Titel „Kritik an verkürzten Öffnungszeiten der Stadtteilbibliothek – CDU verurteilt Abstriche des Magistrats in der Bildung“, die wir hiermit gerne nachreichen wollen. Danke für die Bereitstellung.

10.12.2010 – „Die deutliche Reduzierung der Öffnungszeiten der Stadtteilbibliotheken um fast die Hälfte zeigt wieder einmal, wie der Magistrat mit Kindern, Familien und eingeschränkt mobilen Bürgern umgeht“, moniert der CDU-Stadtverordnete Ulrich Dächert. Nach dem Wil-len des Magistrates haben die Stadtteilbibliotheken ab dem 01.01.2011 nur noch einmal vormittags und einmal nachmittags geöffnet. Damit ist es Kindergarten- und Schulkindern
künftig statt dreimal lediglich nur noch einmal die Woche möglich, vor Ort (kurze Beine – kur-ze Wege) nachmittags die Bücherei besuchen. Gerade die kürzlich veröffentlichte PISA-Studie habe gezeigt, dass die hessischen und deutschen Schüler noch großen Nachholbe-darf bei der Lesekompetenz haben, … (hier können Sie die ganze Pressemitteilung lesen)

Spiegel Online Artikel „Deutschlands Schüler immer noch Mittelmaß“

Hier ein Spiegel Online Artikel zum Ergebnis der letzten Pisa-Studie und den immer noch schlechten Ergebnissen der Lesefähigkeiten der 15-Jährigen untersuchten Zielgruppe. Gerade der Zusammenhang zwischen Lesefähigkeiten und sozialem Status wird hier nochmals aufgezeigt, Leseförderung sollte also immer noch auf dem „großen“ Entwicklungs- und Förderprogramm stehen, warum nicht in Darmstadt?

Die neue Pisa-Studie liegt vor, Lesen ist der Schwerpunkt – und die Ergebnisse sind für Deutschlands Schüler durchwachsen. Sie haben ihre Position leicht verbessert, sind aber von den Spitzenländern noch weit entfernt. Der Einfluss der sozialen Herkunft auf Leistungen ist weiterhin groß. (…)
Wie gut Schüler lesen und aus welcher gesellschaftlichen Gruppe sie kommen, dazwischen gab es in Deutschland immer einen Zusammenhang. Der hat sich zwar verringert, bleibt aber zu bedeutend, zeigt die neue Pisa-Studie (…)

Quelle: http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,733188,00.html

Antworten auf unseren „Offenen Brief“ vom 24.11.2011

Im Rahmen unserer Initiative bzgl. der Kürzung der Öffnungszeiten haben wir auch Darmstadts Politikern per eMail unseren „Offenen Brief vom 24.11.2011 zukommen lassen.
Wir haben daraufhin verschiedene Antworten erhalten von Unterstützung bis hin zu den allgemeinen Aussagen „…es muss gespart werden!“.
Wir haben uns entschieden nicht die gesamte eMail-Kommunikation hier transparent zu machen (wir sind nicht Wikileaks) sondern möchten zu ein paar der immer wieder genannten Argumente Stellung nehmen:

– Enge Personaldecke der Stadtbibliothek Darmstadt
– Keine Personalaufstockung aufgrund der Haushaltssituation
– Kürzung der Öffnungszeiten nicht so drastisch, da jetzt die Stadtbibliothek in den Ferien nicht mehr 6 Wochen geschlossen hat.

Die offiziellen Gründe für die drastische Verkürzung der Öffnungszeiten waren uns bereits bekannt.
Natürlich wollen wir nicht, dass die Mitarbeiter der Bibliotheken über die Belastungsgrenze hinweg eingesetzt werden müssen. Aber ein Einstellungsstopp führt nicht zur Entlastung des Personals. Wenn eine Personalaufstockung nicht möglich ist, müssen Alternativen betrachtet werden.

Wir wollen Sie darauf hinweisen, dass die Büchereien vielen Menschen am Herzen liegen. Die angespannte finanzielle Situation der Wissenschaftsstadt Darmstadt darf nicht dazu führen, dass an Bildung und Leseförderung gespart wird. Die schlechten Bildungschancen mancher Kinder, der schlechten Zugang zu hochwertiger, werbefreier Information wird von allen Parteien lautstark moniert.

Vor diesem Hintergrund müsste man doch die Büchereien attraktiver machen, die Öffnungszeiten erweitern, Medien aktuell halten und öffentlich Prioritäten setzen.

Wir haben Verständnis dafür, dass es im Moment nicht leicht ist solche finanzielle Entscheidungen zu treffen.

Was jedoch auffällt ist, dass in den Antwortschreiben auf unseren Vorschlag, in Dialog zu treten, nicht eingegangen wird – wer sucht mit uns Bürgern das Gespräch?
Ehrenamt, Kooperationen mit Schulen und Universität, Praktikumsplätze, etc. Alternativen über die man diskutieren sollte.

Sie liebe Volksvertreter, die von uns weiterhin gewählt werden wollen, werden sicherlich verstehen, dass bei einer derart drastischen Kürzung der Öffnungszeiten das Wort „Optimierung“ schon sehr ironisch anmutet. Auch die sehr gute Idee, die Büchereien in den Ferien zu öffnen, kann das nicht aufwiegen. Denn wenn die Bücherei nur noch an einem Vor- und einem Nachmittag geöffnet bleibt (ich kann Ihnen nur empfehlen, an diesem Nachmittag einmal hinzugehen und sich in einer langen Schlange anzustellen) werden viele Menschen dieses Angebot nicht mehr nutzen können. Irgendwann werden dann die Öffnungszeiten weiter „optimiert“ werden und jemand wird den Bürgern vorrechnen, dass es sich wegen sieben Stunden in der Woche doch nicht lohnt, die Unkosten für eine Bücherei zu bezahlen. Dann werden Sie die Stadtteilbibliotheken schließen – und wir sind wieder genau da, wo wir am Anfang dieser Bürgerinitiative waren.

Vor diesem Hintergrund werden wir uns auch weiterhin dafür einsetzen, dass die Büchereiöffnungszeiten wieder erweitert werden

„Trotz Pisakritik an Leseschwäche – Büchereien weitgehend geschlossen“ – Radiosendung HR4 vom 20.01.2011

Die Pisastudie kritisiert mit schöner Regelmäßigkeit die Leseschwäche deutscher Schüler. Leseförderung heißt deshalb das Schlagwort. Doch was in einigen hessischen Kommunen passiert, läuft dem völlig zuwider. Büchereien werden geschlossen oder haben nur noch ganz eingeschränkte Öffnungszeiten.

Im Folgenden der Radiomitschnitt des Senders HR4 vom 20.01.2011, der uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt worden ist.

Radio Mitschnitt HR4 – „Trotz Pisakritik an Leseschwäche – Büchereien weitgehend geschlossen“ (HR4r):
Autorin und Sprecherin: Karin Abenhausen
Datum der Aufnahme: 20.01.2010
Beitrag: Trotz Pisakritik an Leseschwäche – Büchereien weitgehend geschlossen (Mittagssendung von hr4 Rhein-Main, dem Regionalmagazin des Hessischen Rundfunks)
Alternativ wenn kein Flash Player installiert: Download hier

(Zur Zeit wird bei dem Internet Explorer 8 der Audio Player trotz installiertem Flash Player nicht dargestellt. Bitte verwenden Sie die Downloadfunktion)

Podiumsdiskussion mit Kandidaten für die Stadtverordnetenversammlung am 26.01.2011 in Arheilgen

Hallo liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter für das Gute und Wahre,
(um einmal eine Büchersendung in der ARD zu zitieren)
wir möchten auf folgende Veranstaltung hinweisen:

Am 26.1.2011 ab 19:30 Uhr (Einlass ab 19:00 Uhr) findet eine Podiumsdiskussion im Bürgerzentrum „Zum Goldnen Löwen“ statt. Folgende Kandidaten für die Darmstädter Stadtverordnetenversammlung (Wahl am 27. März) nehmen daran teil:

Die Moderation übernimmt Christoph Schäfer aus Mainz. Die von der IGAB vorbereiteten Fragen und weitere Informationen über diese Veranstaltung finden Sie unter http://www.igabweb.de/.

Am Ende der Podiumsdiskussion können auch weitere Fragen gestellt werden, z.B. nach der Zukunft der Stadtteilbibliotheken und die aktuelle Diskussion um die Verkürzung der Öffnungszeiten. Wir möchten doch wissen, was uns Wählern versprochen wird…

Darmstädter Echo: „Das fördert nicht den Lesespaß“

Dieser Artikel erschien am Freitag, den 21.Januar 2011 im Darmstädter Echo und fasst die Situation für die Zweigstellen in Eberstadt und Kranichstein gut zusammen: http://www.echo-online.de/region/darmstadt/-bdquo-Das-foerdert-nicht-den-Lesespass-ldquo-;art1231,1529712.
Was in der einseitigen Antwort von Seiten der Politik immer wieder zu erkennen ist, ist der fehlende Mut alternative Lösungsansätze zu versuchen. Bildung ist ein zu hohes Gut. Wir sollten bürgernahe Öffnungszeiten ermöglichen können für alle die es brauchen und wünschen, es sind „unsere“ Büchereien.

Unterschriftenliste gegen die Kürzung der Öffnungzeiten der Stadtteilbibliotheken Darmstadts

Mit dem Beginn des Jahres 2011 wurden die Öffnungszeiten der Stadtteilbibliotheken Darmstadts wie folgt gekürzt:
In Arheilgen, Bessungen und Eberstadt haben die Bibliotheken an jeweils einem Vor- und einem Nachmittag geöffnet: vormittags 3 Stunden und nachmittags 4 Stunden. Die Stadtteilbibliothek Kranichstein hat zwei Nachmittage á 4 Stunden geöffnet. Das entspricht im Mittel einer Reduzierung der vorherigen Öffnungszeiten der Stadtteilbibliotheken um die Hälfte!

Mit meiner Unterschrift setze ich mich dafür ein, dass die Stadt Darmstadt diese drastische Reduzierung der Öffnungszeiten rückgängig macht und die Öffnung aller Stadtteilbibliotheken an 3 Nachmittagen und einem Vormittag wieder einführt, damit allen Darmstädter Bürgern wieder eine sinnvolle Nutzung der Stadtteilbibliotheken möglich ist.

Anbei die Unterschriftenliste zum Download als PDF Datei Download hier).

Die Unterschriftenliste sollen vor der nächsten 42. Sitzung des Ausschusses für Kultur und Wissenschaft am 02.02.2011 gesammelt werden. Wir bitten um größtmögliche Unterstützung, damit wir die Verärgerung der Bürgerinnen und Bürger über diese kurzsichtige Maßnahme aufzeigen können.