Nächstes Treffen am 25.06.2012 um 20:15 Uhr im Cubana">Nächstes Treffen am 25.06.2012 um 20:15 Uhr im Cubana

Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,

nach der Stadtverordnetenversammlung vom 21.06.2012 und vor der Sommerpause, trifft sich die Bürgerinitiative Büchereien bleiben

am Montag den 25.06.2012 um 20:15 Uhr im Cubana (Donnersbergring 20, Darmstadt, Stadtkarte hier).

Wir freuen uns sehr über Eure Mitarbeit in der Bürgerinitiative, weiteren Ideen für Aktionen oder einfach Eure Unterstützung und Mithilfe und heißen daher alle Interessierten herzlich Willkommen.

Stadtverordnetenversammlung: Anträge der SPD scheitern

Im Vorfeld der Stadtverordnetenversammlung am 21.06.2012 haben wir von der BI „Büchereien bleiben“ die Stadtverordneten mit folgenden Unterlagen informiert:

  • Die Broschüre „21 gute Gründe für gute Bibliotheken
  • Einen Antrag zur Mitgliedschaft in der Darmstädter Stadtbibliothek
  • Die Pressemitteilung vom 03.05.2010 Bündnis 90 Die Gründen mit ihrer Stellungnahmen gegen die Schließung der Stadtteilbibliotheken (Link auf den Artikel hierzu)
  • Einen Flyer mit den folgenden Forderungen der BI „Büchereien bleiben“ in de mwir fordern, dass…
    • … alle Darmstädter Stadtteilbüchereien sowie der Bücherbus zukünftig erhalten bleiben.
    • … der in der 44.Stadtverordnetenversammlung angenommene Dringlichkeitsantrag zur Erweiterung der derzeitigen Öffnungszeiten der Stadtteilbüchereien vom 28.02.2011 zeitnah umgesetzt wird.

Es fanden einige interessante Diskussionen in diesem Umfeld statt mit Befürwortern unserer Initiative gleichwohl wie mit Vertretern die für die Schließungen der Stadtteilbibliotheken plädierten. Dabei wurde die Diskussion um die Schließung der Stadtteilbibliotheken immer wieder auf das Argument der Entfernung reduziert, wie es auch Darmstadts Oberbürgermeister Partsch in einem Interview mit dem Darmstädter Echo (Artikel vom 22.06.2912) wieder zitiert:

ECHO: (…) Was die Bürger aber direkt merken, ist die geplante Schließung von Stadtteilbibliotheken. Partsch: Ich bitte auch hier zu überlegen, ob es nicht vertretbar ist, im Falle der Stadtteilbibliothek Bessungen drei Straßenbahnhaltestellen weiter zur Hauptstelle im Stadtzentrum zu fahren. Genauso legitim ist es, zwei Stadtteilbibliotheken zusammenzulegen, wenn gleichzeitig die Öffnungszeiten ausgeweitet werden. Außerdem wird in den Bücherbestand und die EDV-Ausstattung investiert. Man kann also nicht von einem bildungspolitischen Kahlschlag sprechen, sondern von vertretbaren Änderungen, die ein gutes Angebot sichern.“ [Quelle: http://www.echo-online.de/region/darmstadt/Darmstadts-OB-Partsch-will-Verhandlungen-mit-der-Bima-beschleunigen;art1231,2998477

Dass es bei der Schließung nicht darum geht ob man 1 oder 3 Haltebahnstellen weiter fährt, sondern dass es um frühzeitige Leseförderung mit örtlichem Bezug zu Schulen geht, dass diese Stadtteilbibliotheken ein generationenübergreifender Treffpunkt für Jung und Alt sind, Stadtteilbibliotheken als ein kulturelles Gut in dem der Bürger direkt merkt, was die Stadt für ihn tut, das wird ständig außer Acht gelassen.
Auch das „Es sind doch nur 3 Haltestellen mehr“ – Argument kann schon für manche Mitbürgern – Kindern, Menschen in prekären Lebenslagen, Familien oder älteren Menschen – ein Argument gegen den Besuch in der Haupstellt sein.

Um die von der SPD eingebrachten Anträge ging es in dem Artikel des Darmstädter Echo vom 23.06.2012:

„Die Sozialdemokraten wenden sich gegen die Schließung von Jugendhäusern, des Albert-Schweizer-Hauses (Lindenfels), Stadtteilbibliotheken und Meldestellen in Bezirksverwaltungen. Sie fordern den Verzicht auf den Fuß- und Radüberweg über die Rheinstraße, wollen Konzepte für Nordbad und Berufsschulzentrum Nord sowie die Beibehaltung städtischer Kulturpreise. Eine Debatte entbrannte zunächst über die Frage, welchen Stellenwert die SPD-Anträge haben. Jörg Dillmann (Uffbasse) warnte, wenn sie abgelehnt würden, so dürften sie laut Satzung mindestens sechs Monate lang nicht erneut ins Parlament eingebracht und somit auch nicht bei den für Herbst anstehenden Beratungen über den Nachtragshaushalt verwendet werden. Deshalb empfahl Dillmann, die SPD-Anträge ohne Abstimmung in den Geschäftsgang zu geben, damit sie die Parlamentarier in aller Ruhe in den Fachausschüssen beraten könnten.“

Bzgl. der Schließung der Stadtteilbibliotheken wurde mit reduzierter Mannschaft namentlich abgestimmt:

“ (…) Während sich der Saal kurz nach 21 Uhr, wohl auch wegen des EM-Viertelfinalspiels, immer mehr leerte und die FDP-Fraktion (Leif Blum und Sandra Klein) die Sitzung vorzeitig verließ, verlangte Dagmar Metzger (SPD) beim Antrag, alle Bibliotheken zu erhalten, namentliche Abstimmung. Ein knappes Drittel des Hauses war da schon weg. 17 Parlamentarier stimmten dafür, 38 dagegen, zwei enthielten sich.“
[Quelle: http://www.echo-online.de/region/darmstadt/SPD-kann-Koalition-nicht-in-Verlegenheit-bringen;art1231,2998853

Antrag (SPD): Erhalt aller Stadtteilbibliotheken

Wie dem Parlamentsinformationssystem der Stadt Darmstdat zu entnehmen ist  ( Information hier: https://darmstadt.more-rubin1.de/sitzungen_top.php?sid=2011-Stavo-73. Siehe unter TOP 18 „Antrag der SPD-Fraktion vom 11. Juni 2012 betr. Erhaltung der Stadtbücherei und aller Zweigstellen“) hat die SPD  für die Stadtverordnetensitzung am Donnerstag, den 21.06.2012 den folgenden Antrag gestellt:

Erhaltung der Stadtbücherei und aller Zweigstellen

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

Der Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt wird aufgefordert die Stadtbücherei sowie alle Zweigstellen in der bisherigen Form und Umfang über das Haushaltsjahr 2012 und folgende aufrecht zu erhalten.

Begründung: Erfolgt mündlich.

Darmstadt, den 11. Juni 2012

Dagmar Metzger
Ursula Knechtel
Walter Schmidt
(Stadtverordnete)
Hanno Benz
(Fraktionsvorsitzender)

[Quelle: http://www.buechereien-bleiben.de/downloads/SPD-Antrag Stadtteilbibliotheken.pdf]

 

Nächstes Treffen am 18.06.2012 um 20:00 Uhr im Cubana

Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,

aufgrund der dringenden aktuellen Lage, trifft sich die Bürgerinitiative Büchereien bleiben

am Montag den 18.06.2012 um 20:00 Uhr im Cubana (Donnersbergring 20, Darmstadt, Stadtkarte hier).

Wir freuen uns sehr über Eure Mitarbeit in der Bürgerinitiative, weiteren Ideen für Aktionen oder einfach Eure Unterstützung und Mithilfe und heißen daher alle Interessierten herzlich Willkommen.

Was sollten uns Bibliotheken wert sein?

Liebe Freunde der Stadtbibliotheken, ein etwas älterer Artikel der siebten Ausgabe der Komunalpolitischen Blätter (KOPO) vom Juli 2006, der aber aktueller ist denn je. Dem kurzfristiges Denken aufgrund von Sparzwängen wird hier der Nutzen von Wissensmanagement entgegengesetzt, einer klaren Investition in die Zukunft, die viele Kommunen nicht sehen.

Im Zeitalter des digitalen Informationsaustausches scheinen die guten alten Bibliotheken nur noch
was für Bücherwürmer zu sein und zudem teuer im Unterhalt. Ein Irrtum, denn aktuelle empirische
Studien belegen, dass die Lernstätten wichtig sind und dass jeder in Bibliotheken investierte Euro
der Kommune bis zu sechs Euro einbringt.

[Quelle: http://forge.fh-potsdam.de/~hobohm/Hobohm2006-KOPO-n7-pp30f-Wert-von-Bibliotheken.pdf]

Hans-Christoph Hobohm ist Professor für Bibliothekswissenschaft an der Fachhochschule Potsdam. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Bibliotheksmanagement, Digitale Bibliothek und Bibliothekstypologien.

Sie sind auch gegen die Schließung von Stadtteilbibliotheken?

Herzlichen Willkommen auf dem Blog der Bürgerinitiative (BI) „Büchereien bleiben“

Wir möchten mit diesem Blog ein Forum zur Information und zum Austausch bieten, um über die aktuelle Lage zur geplanten Schließung der Stadteilbibliotheken informieren. Wir versuchen möglichst aktuell über Presseberichte, Pressemitteilungen und Aktionen zu berichten, bzw. diese zu verlinken.
Über die Archivierung der Artikel bietet dieses Blog auch die Möglichkeiten, dass Sie unsere Aktivitäten seit April 2010 in den Archiven nachlesen können, es findet sich dort sicherlich vieles Wissenswertes und Interessantes.

Gleichzeitig möchten wir Sie über die Ziele der Bürgerinitiative informieren. Lesen Sie mehr dazu auf der folgenden Seite:  Ziele der Bürgerinitiative “Büchereien bleiben”.

Doch was nun? Was kann ich tun? Hier finden Sie einen Überblick, was Sie als interessierter Bürger gegen die Schließung der Stadtteilbibliotheken tun können: Was nun – was tun?.

Die aktuelle Unterschriftenliste Vorlage 2012 finden sie hier zum Download.

Wir freuen uns immer über Rückmeldungen von Ihnen und neue Ideen. Gern können Sie uns über das Kontakt-Formular kontaktieren oder direkt via eMail an kontakt@buechereien-bleiben.de oder Sie schreiben einfach einen Kommentar zum entsprechenden Artikel.

Danke für Ihre Hilfe und Unterstützung,

ihr „Büchereien bleiben“ – Team

Offener Brief an die Leitung der Stadtbibliothek und deren Zweigstellen, an die Stadtverordneten der Stadt Darmstadt, sowie an die Zeitungen Darmstädter Echo, Arheilger Post und Bessunger Neue Nachrichten

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 31.05. 2012 konnte man der Tageszeitung Darmstädter Echo folgende Information entnehmen:

Die Stadtteilbibliothek Bessungen soll geschlossen und in der Hauptstelle in der Innenstadt aufgehen; die Stadtteilbibliothek Arheilgen wandert nach Kranichstein. Längere Öffnungszeiten an den verbleibenden Standorten und die Reaktivierung des Bücherbusses sollen die Einschränkungen mildern”

Es ist fast genau zwei Jahre her, dass solche Pläne von der damaligen Stadtverordneten-versammlung vorgestellt wurden. Nur durch die Gründung und den steten Einsatz der Bürgerinitiative Büchereien-bleiben konnte die Umsetzung der Pläne zur Schließung von Stadtteilbüchereien in Darmstadt gestoppt werden.

Seit dem 1.1.2011 müssen die Darmstädter Bürger/Innen nun mit drastisch verkürzten Öffnungszeiten der Stadtteilbüchereien leben, und dass obwohl in der 44. Stadtverordnetensitzung am 28.02.2011 ein Dringlichkeitsantrag auf Rücknahme der Reduzierung der Öffnungszeiten angenommen wurde. Seit über einem Jahr nun warten wir auf die Umsetzung dieses genehmigten Antrages.

Sie werden unsere Empörung und unser Entsetzen über diese erneute Planung zur Schließung zweier Stadtteilbüchereien sicher verstehen. Die Nutzer der Stadtbüchereien können diese Sparmaßnahme nicht akzeptieren und lassen sich auch sicherlich nicht mit dem Versprechen zur Erweiterung von Öffnungszeiten der Stadtteilbüchereien ködern, um die Schließung der Stadtteilbüchereien Arheilgen und Bessungen hin zu nehmen.

Die Bürgerinitiative Büchereien-bleiben fordert daher:

Hände weg von unseren Stadtteilbüchereien –> Die Darmstädter Stadtteilbibliotheken müssen bleiben!

Die bereits genannten Argumente aus dem Jahr 2010 haben nichts von ihrer Gültigkeit verloren. Daher hier ein paar Auszüge aus unseren damaligen Briefen:

Das A und O für eine sich weiterbildende Gesellschaft ist die Förderung einer ausgeprägten Lesekultur. Immer mehr Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene, verbringen immer mehr Zeit vor Computer und Fernseher. Deshalb ist es so wichtig, dass Stadtbibliotheken einen Gegenpol bilden und zeigen wie man sich stattdessen beschäftigen kann. Stadtbibliotheken sind Orte der Begegnung, wecken die Lesefreude durch Ihre Angebote und sind sehr gut besucht. Sie ergänzen die Arbeit von Schulen und Kindergärten und bieten dadurch Chancen auch für Kinder aus bildungsfernen Elternhäusern.

Es wäre schon ein trauriges Zeichen, sollte das Stadtparlament tatsächlich die Schließung dieser Stadtteilbibliotheken befürworten. Dann wäre einer der einfachsten Wege zu Bildung und Weiterbildung nicht mehr für alle Bürger vorhanden. Eine Stadt, die sich stolz „Wissenschaftsstadt“ nennt, muss diesen Anspruch gegenüber allen ihren Bürgern einlösen.

Wer sich als Stadt kinderfreundlich, zukunftsorientiert und bildungspolitisch engagiert zeigen möchte, darf an solchen Einrichtungen keine Kürzungen vornehmen.

Von der erneuten Entscheidung zur Schließung der Stadtteilbibliotheken Arheilgen und Bessungen sind die Bürger überrascht worden. Der von der 1. Vorsitzenden des Vereins Freunde der Stadtbibliothek Darmstadt e.V. angeregte „Runde Tisch“ hat nicht stattgefunden und es wurde noch nicht einmal eine Antwort seitens der Stadtverordneten auf dieses Angebot verschickt. Nun sollen wir alle vor vollendete Tatsachen gestellt werden; das zeugt nicht von der so oft versprochenen Bürgernähe.

Wir erwarten Ihre Stellungnahme und bitten Sie, diese Sparmaßnahme im Rahmen der Hauhaltskonsolidierung nicht durch zu setzen.

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. Silke Albermann

(Sprecherin der BI Büchereien-bleiben)

Bessungen soll schliessen, Arheilgen und Kranichstein zusammengelegt werden

„Am Pfingstwochenende diskutierte der Darmstädter Magistrat in einem Finanzworkshop konkrete Sparmaßnahmen zur weiteren Konsolidierung“

Jetzt ist es öffentlich. Die Stadtteilbibliothek Bessungen soll geschlossen werden, Arheilgen und Kranichstein zusammengelegt.

„Größeren Sprengstoff enthalten die folgenden Einsparungen: Die Stadtteilbibliothek Bessungen soll geschlossen und in der Hauptstelle in der Innenstadt aufgehen; die Stadtteilbibliothek Arheilgen wandert nach Kranichstein. Längere Öffnungszeiten an den verbleibenden Standorten und die Reaktivierung des Bücherbusses sollen die Einschränkungen mildern“

[Quelle: http://www.echo-online.de/region/darmstadt/Darmstadt-macht-Ernst-beim-Sparen;art1231,2929410]