Angst vor Schließung der Stadtteilbibliothek Eberstadt (FDP-Eberstadt)

11. Dezember 2010

Hier ein Artikel der FDP Eberstadt zum Thema “Reduzierung der Öffnungszeiten der Stadtteilbibliotheken”, freundlicherweise von Herrn Kürscher zur Verfügung gestellt.

Artikel der FDP Eberstadt vom 10.12.2010
“„Die angekündigten radikalen Reduktionen der Öffnungszeiten der Stadtteilbibliothek Eberstadt ab Januar 2011 sind ein komplett falsches Zeichen“ sagt Martin Kürschner (FDP Eberstadt). Nachdem viele Eberstädter Eltern und Kinder im Frühjahr 2010 gegen die Abschaffung des Bücherbusses protestiert hatten und erfolgreich für den Erhalt der Stadtteilbibliotheken kämpften ist dies nun ein erneuter Schlag ins Gesicht der Eberstädter Bürger. (…) mehr dazu finden Sie unter der Quellenangabe”
Quelle: http://www.fdp-eberstadt.de/node/24

Offener Brief an die Leitung der Stadtbibliothek und deren Zweigstellen, an die Stadtverordneten der Stadt Darmstadt, sowie an die Zeitungen Darmstädter Echo, Arheilger Post, Bessunger Neue Nachrichten und Lokalanzeiger Eberstadt

24. November 2010

Darmstadt, den 24.11.2010

Sehr geehrte Damen und Herren,

es sind gerade einmal acht Monate vergangen, seit der Magistrat der Stadt Darmstadt vorgeschlagen hat, den Bücherbus ab zu schaffen sowie die Bessunger und die Arheilger Stadtteilbibliothek zu schließen.

Nur auf Grund von Protesten der Darmstädter Bürger, unterstützt durch die Bürgerinitiative „Büchereien-bleiben“, wurde dieser Plan nicht in die Wirklichkeit umgesetzt.

Um trotzdem in diesem Bereich sparen zu können, sollen nun die Öffnungszeiten aller Stadtteilbibliotheken ab dem 1.1.2011 drastisch reduziert werden. Ganz konkret bedeutet das Folgendes:

In Arheilgen, Bessungen und Eberstadt sollen die Bibliotheken an jeweils einem Vor- und einem Nachmittag (an jeweils verschiedenen Wochentagen) geöffnet haben: vormittags 3 Stunden und nachmittags 4 Stunden. In Kranichstein soll die Bibliothek zwei Nachmittage á 4 Stunden geöffnet sein. Das entspricht im Mittel einer Reduzierung der Öffnungszeiten um die Hälfte! Das ganze wird im Presseservice der Stadt angepriesen als „neues Personaleinsatzkonzept“ welche eine „Optimierung der Öffnungszeiten ermöglicht“. Vor nicht allzu langer Zeit hat man 10 Euro Jahresgebühr eingeführt – die viele Menschen bereitwillig bezahlen. Eine sang- und klanglose Halbierung der Öffnungszeiten wird daher sicherlich nicht positiv aufgenommen.

Wir sehen noch Weiteres auf die Nutzer der Bibliotheken zukommen:

Am ersten Öffnungstag sind die Stadtteilbibliotheken bei den zur Zeit bestehenden Öffnungszeiten schon jetzt sehr stark besucht, so dass Menschen mit einem oder mehreren Kindern oder älteren Menschen (evtl. mit Gehilfen) keinen ruhigen und entspannenden Bibliotheksbesuch erleben können. Wenn dann bei „optimierten“ Öffnungszeiten die Besucher, die sonst an den anderen Tagen kommen, auch noch an diesem einen Nachmittag die Bibliothek nutzen werden, wird ein Bibliotheksbesuch unzumutbar. Dieser Zustand wird sicherlich eine große Anzahl Leser dazu bewegen, die Stadtbibliothek als Ganzes und nicht nur die Stadtteilbibliotheken nicht mehr zu nutzen.

Aber auch aus rein organisatorischen Gründen wird die Stadtbibliothek viele Leser verlieren. Wenn die Stadtteilbibliotheken tatsächlich nur noch an einem Nachmittag geöffnet haben werden, können viele jüngere Leser das Angebot nicht mehr nutzen. Weil eben genau auf diesen Nachmittag z.B. der Flöten-, Schwimm- oder Judokurs fällt, der Schultag sehr viel länger ist, die Eltern länger arbeiten und das Kind im Hort ist oder die Oma keine Zeit hat mit in die Bücherei zu gehen. Auf diese Weise würde wieder vielen Kindern der Zugang zum Lesen und damit zu Bildung versperrt.

Wer sich als Stadt kinderfreundlich, zukunftsorientiert und bildungspolitisch engagiert zeigen möchte, darf an solchen Einrichtungen keine Kürzungen vornehmen.

Der Weg, der jetzt aufgezeigt wird, wird auf eine schleichende Schließung der Stadtteilbüchereien hinauslaufen. Der Schritt von 7 Stunden pro Woche auf 0 Stunden ist nicht sehr groß, zumal sich bei so geringen Öffnungszeiten irgendwann die Kosten für die Räumlichkeiten der Bibliotheken nicht mehr rentieren und die Ausleihzahlen sich sicherlich drastisch reduzieren werden.

Wir bitten Sie eindringlichst: Investieren Sie in die Zukunft Darmstadts und in die Bildung der Kinder, ermöglichen Sie allen Bürgern Zugang zu unabhängigen Informationen, erleichtern Sie die Integration von fremdsprachigen Mitbürgern indem Sie die Öffnungszeiten der Stadtteilbibliotheken unverändert lassen!

Die Stadt Darmstadt muss sparen, darin sind wir uns einig. Aber wenn nun auch im Bereich der Bibliotheken Gelder gekürzt werden sollen, so lassen sich sicherlich kostengünstigere Modelle finden, um JEDE Stadtteilbücherei an drei Nachmittagen zu öffnen. Vorstellbar wäre z.B. der Einsatz von Schülern/Studenten/Ehrenamtlichen zum Verleih und zur Rücknahme der Bücher an den zusätzlichen Nachmittagen unter Anleitung von festangestelltem Personal. Auch die Möglichkeit eines Sponsoring durch eine oder mehrerer Darmstädter Firmen wäre denkbar, um dadurch weiteres Personal einzustellen.

Gerne sind wir bereit, uns mit den Verantwortlichen seitens der Bibliotheken und der Politik an einen Tisch zu setzen, um mögliche Alternativen zu diskutieren.

Denken Sie an die Bürger dieser Stadt und sprechen Sie uns an. Die Büchereien liegen uns sehr am Herzen und wir wollen die Menschen in den Stadtteilen, die uns unterstützen, nicht im Stich lassen.

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. S. Albermann
C. Binder
A. Chalepoudi
C. Frank
S. Hinderlich
S. Sacher

Presseservice Stadt Darmstadt vom 01.11.2010
“Ab 1. Januar 2011 haben die Zweigstellen Arheilgen, Bessungen, Eberstadt und Kranichstein an zwei statt bisher an drei Tagen geöffnet. Der Bibliotheksbus fährt weiterhin alle Haltestellen mit dem gewohnten Fahrplan an. Unverändert bleiben die Öffnungszeiten der Hauptstelle im Justus-Liebig-Haus sowie der Einsatz des Bibliotheksbusses.”
Quelle: http://www.darmstadt.de/presseservice/einzelansicht/article/neues-personaleinsatzkonzept-ermoeglicht-optimierung-der-oeffnungszeiten-in-den-stadtteilbibliotheke/nocache/index.htm

Büchereien bleiben…

3. Juni 2010

bei der Stadtverordnetenversammlung am 27.5. wurden noch einmal mehr als 300 Unterschriften abgegeben, so daß nun insgesamt rund 3000 Unterschriften zusammengekommen sind. Wir freuen uns über die breite Unterstützung und möchten allen Beteiligten noch einmal danken und gratulieren: wir haben es geschafft!

Der Teil des Haushaltssicherungskonzepts, der die Stadtteilbibliotheken betrifft, wurde bei der Sitzung des Stadtparlaments auf Grünen Antrag gestrichen (siehe den Beitrag von Christiane Schär vom 27.5. auf ). Außerdem ist der Haushalt mit knapper Mehrheit beschlossen worden, siehe den Artikel im Echo vom 28.5. - hätte es diese Mehrheit nicht gegeben, hätten mit einem Nothaushalt unter der Regie des Regierungspräsidiums (RP) ganz andere Entscheidungen gedroht. So fehlt nur noch die Genehigung des Haushalts durch den RP. Davon, dass diese Genehmigung gefährdet sei, war bisher nichts zu lesen.

Weniger erfreulich sind die Einsparungen bei den freiwilligen Leistungen und dem Personal, von dem unserer Einschätzung nach auch die Stadtbibliothek betroffen sein wird:

Darmstädter Echo vom 28.05.2010
Größter Posten sind die Kürzungen bei den freiwilligen Leistungen. 4,5 Millionen Euro, erwartet Glenz, sollen weniger ausgegeben werden, indem die Dezernenten die Ausgaben um 20 Prozent kürzen. Diese Summe ist ebensowenig in dem gestern beschlossenen Haushalt berücksichtigt wie die Einsparung beim Personal. Unter anderem dadurch, dass nur noch jede vierte freiwerdende Stelle wiederbesetzt werden soll, will Glenz die Personalkosten um 1,5 Millionen Euro reduzieren.
Quelle: http://www.echo-online.de/suedhessen/darmstadt/Hier-will-Darmstadt-einsparen;art1231,912716

Wir vermuten, dass die 20 Prozent Einsparung beispielsweise den Medienetat betreffen könnten, haben aber darüber keine sicheren Informationen. Außerdem wäre es interessant zu wissen, inwiefern die Stadtbibliothek von den Personaleinsparungen betroffen ist – ob es viele offene Stellen bei der Stadtbibliothek gibt bzw. ob schon Stellen eingespart wurden, ob es Angestellte gibt, die bald in Rente gehen und ob dann Schließungen oder Reduzierung von Öffnungszeiten drohen, wie zuletzt in den Stadtteilbibliotheken Eberstadt und Kranichstein. Wenn die Politik tatsächlich den Bereich Bildung vom Sparen ausnehmen will, muss Sie das verhindern und sicherstellen, dass die Stadtbibliothek und ihre Zweigstellen dauerhaft ausreichend Personal zur Verfügung haben. Sollte die Regel, drei von vier freiwerdene Stellen einzusparen, auch auf die Stadtbibliothek angewendet werden, wird die Zukunft der Bibliotheken auf längere Sicht ungewiss.

Wir bleiben daher wachsam. Das nächste Treffen der Bürgerinitiative Büchereien bleiben haben wir für

Dienstag, den 24.08.2010, um 20 Uhr im Cubana (Donnersbergring 20, Darmstadt, Stadtkarte hier).

geplant. wir möchten uns auch ín Zukunft regelmäßig in größeren Abständen treffen, die weitere Entwicklung verfolgen und gegebenenfalls aktiv werden!

Artikel in Darmstädter Echo und Frankfurter Rundschau vom 19.05.2010

19. Mai 2010

Das Darmstädter Echo vom 19.05.2010 informiert über den Sparplan und Etat des Darmstädter Haushalts. Interessanterweise werden die von uns im Beitrag vom 08.04.2010 als Beispiele benannten Themen (Darmstadtium und Nordostumgehung) jetzt als konkretes Einsparpotential gesehen, was vor allem auch die BI ONO (Bürgerinitiative “Darmstadt Ohne Nordostumgehung”) freudig begrüßt, siehe auch Artikel in der Frankfurter Rundschau vom 19.05.2010

Darmstädter Echo vom 19.05.2010
Manche Punkte des Glenzschen Sparkonzepts wurden bereits in zurückliegenden Ausschussberatungen gestrichen. So soll es weiterhin einen Bücherbus geben, und die Stadtteilbibliotheken von Kranichstein und Arheilgens werden ebensowenig zusammengelegt, wie die Bessunger Bücherei geschlossen wird.
Quelle: http://www.echo-online.de/suedhessen/darmstadt/Mehrheit-fuer-Sparplan-und-Etat;art1231,894522

 

Frankfurter Rundschau vom 19.05.2010
Bei der Bürgerinitiative Darmstadt ohne Nordostumgehung (ONO) haben gestern Abend die Korken geknallt. Das regelmäßige Treffen dienstags im Lokal Osttangente stand diesmal unter dem Eindruck eines gewaltigen Erfolgs, seit SPD und Grüne am Montag verkündet haben, die Planungskosten für die Nordostumgehung aus dem Haushalt zu streichen. “Ohne die ONO wäre das anders ausgegangen”, ist sich BI-Sprecherin Sabine Crook sicher. Es lohne sich, als Bürger für die eigenen Belange zu kämpfen.

Quelle: http://fr-online.de/frankfurt_und_hessen/nachrichten/darmstadt/?em_cnt=2661530&

Radiointerview Radio Darmstadt (RaDar) vom 07.05.2010

19. Mai 2010

Hier für alle Interessierten, die den Radiobeitrag und das Interview zu “Büchereien bleiben” nicht hören konnten der freundlicherweise als MP3 zur Verfügung gestellte Mitschnitt des politischen Morgenmagazins von Markus Lang im Radio Darmstadt

Radio Mitschnitt des Radio Darmstadts (RaDar 103,4 MHz):
Sprecher: Markus Lang
Datum der Aufnahme: 07.05.2010
Beitrag des politischen Morgenmagazins Radio Darmstadt RaDar
Alternativ wenn kein Flash Player installiert: Download hier

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

(Zur Zeit wird bei dem Internet Explorer 8 der Audio Player trotz installiertem Flash Player nicht dargestellt. Bitte verwenden Sie die Downloadfunktion)

Nächstes Treffen der Bürgerinitiative am 11.Mai

6. Mai 2010

Nächstes Treffen der Bürgerinitiative Büchereien-bleiben ist am

Dienstag, den 11.05.2010, um 20 Uhr im Cubana (Donnersbergring 20, Darmstadt, Stadtkarte hier). 

Wir werden das bisher Erreichte auswerten, Unterschriftenlisten weiter einsammeln und die Frage klären, ob bzw. in welchen Umfang wir bis zum 27.05. weiter Unterschriften sammeln wollen. Wie können wir außerdem dazu beitragen, dass die politisch Verantwortlichen sich auf kurz oder lang dazu entschließen, die Stadtbibliothek  samt ihren Zweigstellen personell und finanziell besser austatten? Und natürlich möchten wir schon mal den sich abzeichnenden Erfolg feiern!

Kulturausschuss einstimmig gegen Schließungspläne – Artikel im Darmstädter Echo vom 6.5.

6. Mai 2010

Das Darmstädter Echo berichtet unter der Überschrift “Mehrheit für Erhalt der Bibliotheken” auf der ersten Seite des Darmstadtteils über die Proteste gestern auf dem Luisenplatz. Die Zeitung schreibt “die Stadtteilbibliotheken werden wohl nicht geschlossen und der Bücherbus wird nicht abgeschafft. Der Kulturausschuss hat sich gestern Abend einstimmig gegen diese Sparmaßnahmen ausgesprochen.” Den Artikel können Sie hier lesen.

Bessunger Stadtteilbibliothek wird nicht geschlossen!

5. Mai 2010

Spät am Abend haben wir die mail eines Kulturausschuss-Mitglieds bekommen: die Stadtteilbibliothek Bessungen wird nicht geschlossen! Sämtliche Pläne, Büchereien in Darmstadt zu schließen, scheinen somit vom Tisch zu sein. Wir bleiben bis zur Sitzung des Stadtparlaments am 27.5. und der Genehmigung des Haushalts durch das Regierungspräsidium weiter wachsam. Auch die Frage, ob die insgesamt zur Zeit personell und finanziell sehr knapp ausgestattete Stadtbibliothek samt Zweigstellen besser gestellt werden kann, wie im Text unserer Unterschriftenliste angeregt, bleibt noch offen. Jetzt bleibt aber erstmal nur eins: Freude über diesen Erfolg!

Demo erfolgreich – 2650 Unterschriften überreicht!

5. Mai 2010

Rund 40 – 50 Menschen, darunter viele Kinder, haben heute um 16 Uhr auf dem Luisenplatz für den Erhalt der Stadtteilbibliotheken demonstriert.  Viele Plakate mit Aufschriften wie “Finger weg von der Stadtteilbibliothek Bessungen!”, “Bessunger Bücherei Fanclub!” oder “Lesen statt glotzen!”  waren zu sehen, einigen Kindern wurde etwas vorgelesen. Das Darmstädter Echo und und der Hessische Rundfunk waren vertreten, hr-info wird morgen ab 18 Uhr auf der Frequenz 107,0 mehrmals einen Bericht senden. 

(Bitte auf eines der Bilder klicken um eine größere Version anzuschauen)
Demonstration am 05.05.2010 Kinder auf der Demonstration am 05.05.2010 Übergabe der Unterschriftenliste am 05.05.2010
Demonstration am 05.05.2010 Kinder auf der Demonstration übergabe der Unterschriftenliste

Die Unterschriften wurden dann im neuen Rathaus Herrn Hoffmann übergeben. Wir können stolz die Zahl von 2650 bis jetzt gesammelten Unterschriften vermelden! Und bis zur Sitzung des Stadtparlaments am 27.05. werden es sicher noch einige mehr…

Offener Brief des Grundstufenkollegiums der Mornewegschule

4. Mai 2010

Wir möchten hier den Offenen Brief des Grundstufenkollegiums der Mornewegschule zum Herunterladen bereitstellen, denn er zeigt sehr schön, wie öffentliche Einrichtungen – Schulen und Bibliotheken – in den Lebensalltag von Kindern (und Jugendlichen) in einem Stadtteil integriert sind (Download hier). Vielen Dank an das Kollegium!

Vor dem Hintergrund dieses offenen Briefes möchten wir an dieser Stelle aus dem “Rahmenkonzept Schulsozialarbeit 16.02.2010″ zum Ausbau der Schulsozialarbeit in den Jahren 2010 bis 2013 aus der “10. Sitzung des Magistrats der Wissenschaftsstadt Darmstadt vom 24.03.2010” zitieren:

Grundverständnis:
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt sieht in der Schulsozialarbeit gemäß § 13 SGB VIII eine wichtige präventive Kinder- und Jugendhilfeleistung, die kooperativ mit den beteiligten Akteuren, allen voran den Schulen, zum Wohle der Schulkinder in Darmstadt und deren Familien erbracht wird.
Kommunalpolitisches Ziel ist dabei die Verringerung von Armut und Ausgrenzung durch Herstellung von Bildungsgerechtigkeit. Diese ist notwendig, um die sozialstaatlichen Leitideen von Sozialer Gerechtigkeit und Chancengleichheit auf kommunaler Ebene verwirklichen zu können.
In Zeiten von Individualisierung und Pluralisierung von Lebensverläufen wird eine gelingende Bildungsbiografie zum Schlüssel für eine eigenverantwortliche Lebensgestaltung. Schule als Institution und Ort für Bildung kommt in diesem Prozess eine besondere Bedeutung zu.

 
Quelle: Siehe in den Anlagen zur Vorlage: “Rahmenkonzept Schulsozialarbeit 16.02.2010″ (Hervorhebungen im Text durch uns)

 

All diese Bemühungen dienen dazu, die Leitnorm der Kinder- und Jugendhilfe umzusetzen:
Jeder junge Mensch hat ein Recht auf Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit” (§ 1 SGB VIII).

Dazu können wir nur sagen “Lesen bildet…“.

Pressemitteilung – Bündnis 90 Die Grünen – Stadtteilbüchereien und Bücherbus – GRÜNE für den Erhalt

4. Mai 2010

Die breite Unterstützung die wir uns erhofft haben und die von den einzelnen Fraktionen bereits in der 35. Kulturausschusssitzung kommuniziert wurde, wird in Form von Pressemitteilungen immer konkreter.

An dieser Stelle die Pressemitteilung der Grünen zum Erhalt von Stadtteilbibliotheken und bücherbus (Download hier).

Nachgereicht: Pressemitteilung der CDU Eberstadt und Wixhausen vom 11.03.2010

3. Mai 2010

Freundlicherweise wurde uns auch von der CDU eine Pressemitteilung vom 11.03.2010 zur Verfügung gestellt, die Position gegen die Schließung der Stadtteilbibliotheken und des Bücherbusses bezieht. Weiterhin wird Unterstützung bei der Demonstration am 05.05.2010 in Aussicht gestellt.

Herr Ctirad Kotoucek schrieb uns am 03.05.2010
Die CDU-Fraktion hat sich umgehend nach Bekanntwerden der Pläne ablehnend zu den Schließungsvorhaben des SPD-geführten Magistrats positioniert und dies sowohl in der öffentlichen Sitzung des Kulturausschusses, als auch per Pressemitteilung deutlich gemacht. (…)
Um unsere Position für einen Erhalt nochmals deutlich zu machen und auch Sie in Ihrem Engagement für einen Erhalt der Einrichtungen zu unterstützen, werden die CDU-Kulturausschussmitglieder am kommenden Mittwoch um 16 Uhr ebenfalls gerne an Ihrer Aktion teilnehmen.

Pressemitteilung vom 11.03.2010 (Download hier)

Artikel im Darmstädter Echo (Online) am 02.05.2010 (Print am 03.05.2010)

2. Mai 2010

Das Darmstädter Echo Online berichtet über die Bürger Initiative “Büchereien bleiben” mit dem Aufmacher “Unverzichtbar für Kinder und ältere Menschen – Sparmaßnahmen: Neue Bürgerinitiative setzt sich für den Erhalt von Stadtteilbliotheken und Bücherbus ein – Demonstration am Mittwoch“. Den Artikel können Sie hier lesen.

Wenn Sie aufgrund des Links in dem Artikel von Echo-Online auf dieser Webseite gelandet sind, lesen Sie bitte die weiter unten stehenden Informationen vom 08.04.2010. Über Anregungen, Kommentare und Unterstützung freuen wir uns sehr!

1800 Unterschriften bisher …

1. Mai 2010

Wir freuen uns Euch mitteilen zu können, dass allein die bisher bei uns abgegebenen Unterschriftenlisten die Anzahl von rund 1000 (Stand 30.04.2010) 1400 (Stand 02.05.2010) 1800 Unterschriften (Stand 04.05.2010) erreicht hat. Ein besonderer Dank an die Mornewegschule! Ein großer Dank an Alle, die daran arbeiten Unterschriften zu sammeln und Listen zu verteilen, zu erneuern und zu zählen! Weiter so!!!

Bessunger SPD gegen Schließung der Stadtteilbibliothek Bessungen

30. April 2010

Einem Beitrag von Frank Horneff auf Facebook zufolge hat die Bessunger SPD während ihrer Jahresversammlung am 29.4. folgenden Antrag einstimmig beschlossen:

Die SPD-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung sowie die sozialdemokratischen Vertreter im Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt werden gebeten, sich [...] gegen eine Schließung der Stadtteilbibliothek Bessungen auszusprechen und für den Erhalt der Stadtteilbibliothek Bessungen einzutreten.

Quelle:
Den direkten Link zum oben genannten Beitrag (Jahresversammlung der SPD Bessungen) finden Sie hier

Der SPD-geführte Magistrat bekommt nun also auch Druck aus der eigenen Partei. Wir freuen uns und sehen das als ein deutlichen Zeichen dafür, dass sich auch für die Schließung der Stadtteilbibliothek Bessungen keine Mehrheit finden wird!

Andere Fraktionen im Stadtparlament auch gegen Schließung

Wir haben noch nachzutragen, dass sich die anderen Fraktionen – mit Ausnahme der FDP – ebenfalls gegen jede Schließung von Stadtteilbibliotheken und Bücherbus ausgesprochen haben, zumindest mündlich bei der Kulturausschusssitzung am 14.04.2010. Außerdem finden Sie eine schriftliche Aussage eines Stadtverordneten der Grünen auf der Seite des Elternbeirats der Mornewegschule,  ein Statement von Uffbasse auf deren Internetseite (beide siehe rechte Linkleiste) sowie einen Kommentar der UWIGA am Ende dieses Artikels (und auf der Kommentare & Zitate Seite) sowie eine Pressemitteilung der CDU Wixhausen vom 11.03.2010 in einem nachträglichen Artikel

Radiobeitrag des Radio Darmstadt (RaDar) vom 20.04.2010

An dieser Stelle möchten wir auch noch den Radio Mitschnitt des Radio Darmstadts (RaDar 103,4 MHz) hörbar machen, der uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt wurde.
Sprecher: Rolf W.Birster
Datum der Aufnahme: 20.04.2010
Beitrag: Büchereien von Schließung bedroht
Alternativ wenn kein Flash Player installiert: Download hier

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Demonstration am 5. Mai, 16:00 Uhr, Luisenplatz

29. April 2010

Am Mittwoch, den 5. Mai tagt um 16:30 Uhr der Ausschuss für Kultur und Wissenschaft (Neues Rathaus, Luisenplatz 5, Konferenzraum Alkmaar). Dabei wird über das Haushaltssicherungskonzept einschließlich der Frage, ob Stadtteilbibliotheken geschlossen werden sollen, debattiert.

Aus diesem Anlass rufen wir um 16:00 Uhr zu einer Demonstration auf dem Luisenplatz auf.

Mit Transparenten und Plakaten wollen wir auf die Pläne des Magistrats hinweisen und darauf, wie wichtig die Stadtteilbibliotheken sind. Außerdem sind alle herzlich eingeladen, Bücher mitzubringen und auf dem Luisenplatz zu lesen bzw. vorzulesen – gerne auch aus der Bibliothek geliehene. Unterschriften können natürlich auch weiter gesammelt werden.
Im Anschluss wollen wir den öffentlich tagenden Kulturausschuss besuchen und die bis dahin gesammelten Unterschriften übergeben.

Pressemeldung des Stadtelternbeirates Darmstadt

23. April 2010

Die Pressemeldung des Stadtelternbeirates Darmstadt vom 22.04.2010 zur (bzw. gegen die) geplanten Abschaffung des Bücherbusses sowie Streichung und Zusammenlegung von Bibliotheken finden Sie hier, den Artikel im Darmstädter Echo finden Sie hier.

Büchereien bleiben – auch in Bessungen!

22. April 2010

Am 20. April hat sich die Bürgerinitiative Büchereien bleiben gegründet. Die Existenz des Bücherbusses und der Bibliotheken im Norden von Darmstadt scheint nach Aussage der SPD gesichert, da dies jedoch noch nicht entgültig von der Stadtverordnetenversammlung entschieden wurde, verlieren wir diese Zweigstellen nicht aus den Augen.

Die Stadtteilbibliothek Bessungen soll aber nach eindeutiger Aussage der SPD geschlossen werden. Die Bürgerinitative konzentriert ihre Aktivitäten daher auf das Ziel, die Bessunger Stadtteilbibliothek zu erhalten. Sie wird überwiegend von Bessungern getragen, und möchte im folgenden deutlich machen, wie wichtig ihr die Bessunger Bücherei ist.

Warum muss die Stadtteilbibliothek Bessungen erhalten bleiben?

Die Stadtteilbibliothek Bessungen ist eine besonders schöne und in unseren Augen sehr viel genutzte Zweigstelle der Stadtbibliothek. Sie arbeitet insbesondere mit der Mornewegschule und Kindergärten zusammen, ist besonders auf Familien ausgerichtet und stark in der Leseförderung engagiert. (Lesen Sie hierzu auch den Brief der Vorleserinnen weiter unten)

Die Bessunger Bücherei muss erhalten bleiben, da die relative Nähe der Hauptstelle insbesondere Familien und Grundschülern wenig nutzt. Der Gang ins Justus-Liebig-Haus lässt sich für Familien mit kleinen Kindern schlecht in den Alltag integrieren, und Grundschüler werden nur selten selbständig in die Hauptstelle kommen. Die übersichtliche und begrenzte Auswahl an Büchern ist ideal für Kinder, um sich zurechtzufinden. Eine Schließung der Zweigstelle hieße, Kindern genau in der Phase in der Leseförderung am wichtigsten ist – im Vor- und Grundschulalter -  den Zugang zu einer reichhaltigen Lesekultur sehr zu erschweren und in vielen Fällen unmöglich zu machen.

Auch für ältere Bürger - nicht zuletzt aus dem benachbarten Seniorenwohnheim - ist der Weg  zur Hauptstelle beschwerlich und meist keine Alternative.

Unser Ziel

Wir möchten die städtischen Entscheidungsträger zu einer neuen Sicht auf die Stadtbibliothek(en) ermuntern. Wir bitten die Politik, Prioritäten neu zu setzen und zu prüfen, ob sie die Stadtbibliothek mit all ihren Zweigstellen personell und finanziell besser ausstatten kann, um alle städtischen Bibliotheken dauerhaft erhalten zu können. Das dies auch in der finanziellen Notlage der Stadt möglich sein sollte, zeigen andere weit teurere Ausgaben und Projektvorhaben.

Aufgrund der gegenwärtigen Aussagen der SPD möchten wir in besonderer Weise für den Erhalt der Stadtteilbibliothek Bessungen eintreten.

Unterstützen Sie unser Anliegen 

 

Kommen Sie zu unserem nächsten Treffen der Bürgerinitiantive “Büchereien bleiben” am Donnerstag, den 29.04.2020, um 20 Uhr ins Cubana (Donnersbergring 20, Darmstadt, Stadtkarte hier)

Inzwischen liegen an sehr vielen Geschäften, Kitas etc. Unterschriftenlisten aus. Wenn Sie selbst Unterschriften beispielsweise bei Freunden und Bekannten sammeln wollen, freuen wir uns. (Unterschriftenlisten zum Download weiter unten). Als sehr effektiv hat sich auch das Sammeln vor der Bibliothek erwiesen, beispielsweise vor der Bessunger Bücherei oder dem Justus-Liebig-Haus, zu den Öffnungszeiten. Wenn Sie sich mit jemanden verabreden möchten, schreiben Sie eine mail an uns. Sie können die Unterschriftenlisten beim nächsten Treffen der BI abgeben oder bei Stephanie Sacher, Prälat-Diehl-Str. 1, 64285 Darmstadt in den Briefkasten werfen.

Weitere Anregungen, was Sie tun können, finden Sie weiter unten.

Nächstes Treffen der Bürgerinitiative Büchereien-bleiben am 29.04.2010 um 20 Uhr im Cubana

21. April 2010

Seit dem 20.04.2010 gibt es die  Bürgerinitiative Büchereien-bleiben, die sich für den Erhalt der Stadtteilbibliotheken Bessungen und Arheilgen und für den Erhalt des Bücherbusses (Fahrbibliothek) einsetzt.

Wenn Sie sich ebenfalls engagieren möchten oder sich einfach nur informieren möchten, was als nächstes geplant ist, dann kommen Sie doch  zum nächsten Treffen am Donnerstag, den 29.04.2020, um 20 Uhr ins Cubana (Donnersbergring 20, Darmstadt, Stadtkarte hier). Wir freuen uns auf Sie!

Treffen am Dienstag den 20.04.2010 um 20.00 Uhr in der Comedy Hall

17. April 2010

Als Kommentar erreichte uns die Nachricht, dass ein Treffen geplant ist. Auf diesen Kommentar und den zugehörigen Termin möchten wir natürlich besonders unsere Aufmerksamkeit lenken:

Stephanie S. kommentierte (am 16. April 2010 um 21:36)
Die ersten Erfolge haben sich dank ihrer Bemühungen gezeigt. Eine motivierende Grundlage, denn ich denke, jetzt heißt es aktiv zu werden für die Stadtteilbibliothek in Bessungen. Die Schließung dieser Zweigstelle ist leider noch nicht vom Tisch. Um gemeinsame Ideen und Anregungen zu sammeln möchte ich ein abendliches Treffen für all die Interessierten vorschlagen, die eine Schließung der Stadtteilbiliothek nicht einfach so hinnehmen wollen. Treffpunkt ist am Dienstag, den 20.04.2010 um 20. 00 Uhr in der Comedy Hall. Ich hoffe sehr, dass viele engagierte Menschen Zeit finden und mithelfen.

Über ein Feedback, wer zu dem Treffen kommen kann würden wir uns sehr freuen. Einfach Email an: kontakt@buechereien-bleiben.de.